
Wenn wir auf unsere Erde abstellen, dann sollten wir uns in ca. fünf Miliarden Jahren eine gute Sonnencreme besorgen. Denn dann wird sich die Sonne aufgrund von veränderten Kernfusionsprozessen zu einem "roten Riesen" aufblähen, der Merkur und Venus verschlucken und die Erde rösten wird. Mit verdampften Ozeanen und Oberflächentemperaturen von über 1000 Grad lässt sich schwer überleben.
Erschreckend? Nein, nicht doch. So weit wird es nämlich gar nicht kommen. Schon zwei Milliarden Jahre zuvor wird es nämlich einen kapitalen Zusammenstoß geben zwischen der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie (hier eine Animation). Sie fliegen zurzeit ziemlich genau aufeinander zu. Sterne werden aufeinanderprallen, Gravitationswellen die Raumzeit erschüttern, die Laufbahn der Sonne und der Planeten verzerren und die Erde entweder in die Sonne stürzen oder von der Sonne wegziehen, damit sie von umherfliegenden Asteroiden und sonstigem Kollisionsmüll getroffen werden kann.
Feuer, Feuer überall - was ist denn mit dem Eis? Nun, dann müssen wir das wirkliche Ende der Welt abwarten - das Ende des ganzen Universums. Die geheimnisvolle "dunkle Energie", die die Ausdehnung des Universums immer weiter voranpeitscht, legt den Schluss nahe, dass es immer mehr und immer weiter expandieren wird. (Daher ist unsere Zeit übrigens die einzige Zeit in der Geschichte des Universums, in der wir Rückschlüsse auf dessen Entstehung ziehen können. Irgendwann in Zukunft wird aufgrund der immer stärker werdenden Ausdehnung des Weltalls kein einziger Stern am Himmel außerhalb der eigenen Galaxie mehr zu sehen sein - man wird also fälschlicherweise von einem statischen Universum ausgehen!) Am Ende gibt es schließlich den Kältetod. Die letzten Sterne sind verloschen, die Atome auseinandergefallen, ein dunkles, leeres, unendlich weites Nichts auf dem absoluten Temperaturnullpunkt (-273 °C) gähnt uns entgegen. Die Welt endet also im Eis. Aber bis dahin haben wir noch eine Menge Zeit, uns gegenseitig mit Massenvernichtungswaffen abzuschlachten, die Erde bis zur Unerträglichen zu verpesten und neuen Viren-Generationen zu erliegen. Genießen wir also die fröhliche Aussicht!
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